Ex-Minister Jung schmeißt uns die Scheiben ein….

Ne, ne da habe ich wohl was zwei News durcheinander gebracht.
Erste Nachricht: Jung ist jetzt nicht mehr Minister. Nicht mal weil er als Verteidigungsminister das Wörtchen „Krieg“ nicht aussprechen konnte. Auch nicht, weil er mit schmierigen Lügen um jüdische Vermächtnisse und Nibelungentreuen (wie passt das jetzt wieder zusammen?) seinen ChefKoch vor dem Kadi bewahrt hat, deshalb wurde er ja als Minister erst eingesetzt. Sondern weil er sich durchs Amt gelogen hat – was Fränzchen schon kann, kann Josef noch mehr – und als es rauskam nicht mal in Arsch in der Hose hatte ordentlich zu gehen, z.B. Mit einem Wort des Bedauerns um die zivilen Opfer, die er ehrabschneidend vertuschen wollte. Wie ein echter Rhoinhessebilligriesling eben, sauer und schwach im Abgang.
Zweite Nachricht: Irgendwelche Rotzer schmeißen auch der Kirche in Grebenhain die Scheiben ein. Man weiß jetzt nicht genau welche, aber unvorstellbar ist das nicht, das es die Jugendlichen sein könnten, die auf dem Tanzplatz saufend rumhängen anstatt in den Unterricht zu gehen.
Frei nach Dittsche muss es da doch einen Zusammenhang geben? Abstrus? Find ich gar nicht.
Da hängen sich jeweils Schichten vom gesellschaftlichen Common Sense ab. Die abhängenden Jugendlichen, vornehm das kommende Prekäriat scheißt auf Regeln und sieht nicht ein, dass die Kirchengemeinde herzlich wenig dafür kann, dass es in Schule und Elternhaus nicht so toll läuft.
Nicht anders die Elite. Auch die mag sich nicht mehr an Motal zu orientieren, vermag das in der Regel aber besser zu verschleiern, da sie ja selbst die Gesetzgebende Kraft ist.
Oder könnte man unseren Problemjugendlichen diese Elite vor Augen führen. Die solche längst nicht mehr im Auge haben. Weil man sich nur noch um sich selbst dreht. Oder kann man angesichts des neuen Kabinetts im Ernst behaupten, dass das nach Qualifikation und Fähigkeit Männer und Frauen unser Land gestalten? Ein Außenminister, der das zwar schon lange Jahre werden will, sich aber nur mit Wirtschaft und Finanzpolitik befasst hat und die Oppositionsjahre nicht mal genutzt hat, um ein bißchen Englisch zu lernen. Die Kabinettsumbildung macht die Sache noch deutlicher. Aus der Sozialpolitikern wird eine für das Arbeitsressort. Was hat die neue Familienministerin vorzuweisen. Ist weiblich und kommt aus Hessen. Muss dem Wähler reichen. Geht nicht um Geneinwohl. Geht um parteiinternes Postengeschacher. Kinner, Fachwissen ist nicht alles. Soll aber auch nicht schaden. Es sei denn man hat viel davon und passt den Machthabern nicht wie der zukünftige ExChef des ZDFs Brender.
Jetzt bin ich so schön am Aufregen, dass ich aus Versehen unserer Regierung unterstellt habe sie habe die Macht. Sorry, wo doch die politische Kaste gerade alles unternimmt das richtigzustellen. Die Kanzlerin lässt Arbeitsgeberverter ihr Konzept vom Pult des Bundespresseamtes verlesen und wenn sie artig auf dem Arbeitgebetgipfel spricht, dann darf ihr der alter Hund danach vor den Kamaras der Tagesschau auf die Schulter klopfen:”Hasch fein Gemach Mädel.” Fehlte noch, dass er ihr einen gerollten Hunni in den Ausschnitt schob: “Kaufscht dir was Nettes.” Ekelhaft und doch so ehrlich. Denn es zeigt wie schamlos die Wirtschafts- und Bankenelite macht was sie will.
Z.B. die Betriebe, die mit ihren Steuern die Banken gerettet haben, denen so viel angeblich notwendiges Geld in den Arsch geblasen wurde, dass sie jetzt schon wieder fette Gewinne schreiben, in der Kreditklemme kaputgehen zu lassen. So viele Scheiben können uns die Assos gar nicht einschmeißen um den Grad an assozialem Verhalten zu erreichen.
Denk ich an Deutschland in der Nacht….
zum Glück ist Advent. Eine dunkle Zeit mit Ausrichtung suf ein kommendes Licht. Advent ist die Zeit der Hoffnung. Und so gebe ich die nicht auf, dass wir irgendwann mal wieder eine Wirtschaftselite haben, die ihr wirtschaften an Nachhaltigkeit ausrichtet und das Gemeinwohl nicht aus dem Blick verliert. Politiker, die nur das machen was sie auch können und das wahrnehmen was sie sollen, unter anderem an einer Gesellschaft zu Basteln in der Chancengerechtigkeit herrscht. Und ein Prekäriat, das aus diesen Chancen etwas machen will.
Das sind ja gleich drei Wünsche auf einmal! Geht das denn? Vermutlich nicht.
Sollte es eines schönen Tages doch wahr werden, mögen bis unsere Randalierer auf einen gefrusteten Exminister Jung treffen. Sagen wir mal im Bendlerblock bei ein paar Büchsenbier und Barolo beschließen schwarz mit dem ICE nach Frankfurt zu fahren und dem Ackermann in der Deutschen Bank die Scheiben einzuschmeißen.